Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises macht Mut für diakonische Arbeit in Friesland Wilhelmshaven

Matthias Böcker, Imke Maiwald (rechts), Birgitt Hugle, präsentierten exemplarische Arbeitsbereiche des DW

Martin Krebs und Christian Scheuer führten in gewohnt souveräne Art und Weise durch die Kreissynode

Die neuen Vorstandsmitglieder des diakonischen Werks in Friesland Wilhelmshaven wurden in einem Gottesdienst in ihrer Arbeit eingeführt

Kleingruppenarbeit zum Thema

Kleingruppenarbeit zum Thema

Kreispfarrer Christian Scheuer plädiert für eine Kirche der offenen Arme.

Nachdem die Synode des Kirchenkreises sich in den ersten Tagungen mit Haushalt und Wahlen beschäftigt hatte, nahm sie sich dieses Mal das Schwerpunktthema diakonisches Handeln vor. Das Oberthema lautete: „Jeder/jede braucht Hilfe. Irgendwann! Wo und wie wir als Gemeinde / Einrichtung diakonisch tätig sind.“ So viel vorweg, zu Beginn der Tagung konnten sich viele Mitglieder der Synode noch nicht vorstellen, wo und wie Kirche überall diakonisch wirkt, so gab es am Ende viele positive und mutmachende Eindrücke.

Das Diakonische Werk FRI-WHV 
Matthias Böcker, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes FRI-WHV e.V. stellte die vielfältigen Arbeitsbereiche vor. Dabei stellte er über 30 unterschiedliche Projekte und Arbeitsbereiche vor, in denen über 100 Hauptamtliche arbeiten und noch einmal 70 Ehrenamtliche tätig sind. Mit einem Haushaltsvolumen von weit über 6 Millionen € ist das Diakonische Werk von den sechs diakonischen Werken innerhalb der Oldenburgischen Kirche mit Abstand die größte Einrichtung. Sucht-, Schuldner-, Migrationsberatung, Stadtteilbüro, Möbeldienste, soziale Kaufhäuser, die Liste der Arbeitsbereiche ist groß und vielfältig. Kirche und Diakonie sind an vielen Punkten dicht und hilfreich bei den Menschen und ihren Herausforderungen. In exemplarischen Kleingruppen beschäftigten sich die Synodalen mit den Bereichen Möbeldienst, Armutsdiakonie und besonderen Projekten.

Kirche der offenen Arme statt der geschlossenen Türen
Kreispfarrer Christian Scheuer stellte in seinem eindrücklichen Plädoyer die Arbeit des Kirchenkreises und der vielen Kirchengemeinden da. In einer Zeit, in der viele Kirchengemeinden überlegen, wie es mit ihren Gebäuden weitergehen kann, stellte Scheuer seine Rede unter das Motto: Kirche der offenen Arme statt der geschlossenen Türen. 
Deutlich wurde dabei, dass Kirchenkreis und Kirchengemeinden eindrücklich viele und gute Angebote auf unterschiedlichen Ebenen umsetzen. Seelsorge und Diakonie gehen im gemeindlichen Alltag oft Hand in Hand und können deswegen für viele Menschen eine Hilfe an Leib und Seele sein. „Erst wenn zum Notfallgroschen das gute Wort und ein offenes Ohr hinzukommen, erst wenn Menschen sich als Mitmenschen und Nächste wahrgenommen und angenommen fühlen, dann glätten sich gerunzelte Stirn und schlingernde Füße finden für die nächsten Meter ihres langen Weges wieder einen sicheren Tritt.“ 
Eine Kirche, die mit der Gesellschaft -und nicht neben mir her lebt-, die glaubhaft, die zugewandte Haltung Jesu verinnerlicht und verkörpert, ist eine Kirche der offenen Arme. Für diese These konnte Scheuer viele Beispiele aus engagierten Kirchengemeinden präsentieren. Die sogenannte Sozialraumorientierung gehört für alle Kirchen zu ihrer eigenen DNA. Vom Voslapper Fastenessen, über das Mehrgenerationenhaus und die kirchlich organisierte Tafel in Varel bis hin zu vielfältiger Arbeit mit Geflüchteten präsentierte der Kreispfarrer viele Projekte. Egal, wie sehr manche Kirchengemeinden in finanzielle Schräglage kommen, die Türen bleiben auf und die Arme werden geöffnet.

Neue Projekte
Ein hoffnungsvolles Zeichen in herausfordernden Zeiten. Auch auf neue Projekte wurde hingewiesen. So machte die Vesperkirche in der Banter Kirche Mut. Sie verschaffte nicht nur hunderten Besuchenden ein kostenfreies Mittagsmenü, sondern sie bereitete der Kirchengemeinde ein wunderbares Problem: so viele Ehrenamtliche, die sich meldeten, konnten gar nicht eingebaut werden. Eine Warteliste musste eingerichtet werden. Was für ein schönes Problem. Selbstloses Handeln von Kirchengemeinden fällt also im positiven Sinne auf sie selbst wieder zurück.“ Wir verschenken und werden beschenkt. Wir setzen Mittel und Kräfte ein und erhalten neue Mittel und neue Kräfte.“ (Scheuer)
Die Synodalen des Kirchenkreises stellten fest, Diakonie tut Gemeinde und Kirche gut, sie soll und sie darf bei der Frage nach der Zukunft nicht hinten anstehen.

Begrüßung der neuen Vorstandsmitglieder
Passend zur Thematik der Kreissynode wurden im eröffnenden Gottesdienst die neuen Vorstandsmitglieder des Diakonischen Werkes in ihrer Arbeit eingeführt. Pfarrer Dr. Friedrich Ley aus dem Oldenburger Vorstand predigte und beschäftigte sich mit der Frage, die Jesus in einer Wundergeschichte stellt.“ Was willst du, dass ich für dich tun soll?“ Auch damit war schon das Thema der Synode formuliert. 

Hier können Sie den Bericht des Kreispfarrer nachlesen.

Weitere Infos zum Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven e. V. finden Sie unter www.diakonie-fri-whv.de .
 

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