Notfallseelsorge

Notfallseelsorge

Notsituation treten plötzlich und unvorhersehbar auf und bedeuten für unmittelbar Betroffene sowie Einsatzkräfte erhebliche psychische und seelische Belastungen.

Notfallseelsorge geschieht überwiegend durch Begegnung und als Krisenbegleitung im persönlichen Gespräch. Sie ist „erste Hilfe für die Seele“, und tut das Notwendige in der akuten seelsorgerlichen Begleitung. Sie gibt mit ihren liturgischen Möglichkeiten (Nähe, Aussegnung, Gebet) erste Struktur im Chaos und lässt die Betroffenen mit ihrer Not nicht allein. Sie teilt die Einsamkeit des Unvorstellbaren.
Gut 100 Einsätze im Jahr im Bereich unseres Kirchenkreises werden durch zurzeit 20 hauptamtliche und 23 ehrenamtliche Notfallseelsorger/ Notfallseelsorgerinnen in den 3 Notfallseelsorgesystemen übernommen, d.h. jede Woche ist mindestens zweimal ein/e Notfallseelsorger/Notfallseelsorgerin im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven unterwegs.
Gebildet werden die Teams von Gemeindepfarrer/Gemeindepfarrerinnen und Ehrenamtlichen. In Wilhelmshaven in Zusammenarbeit mit dem KiT- (Kriseninterventions- Team) der Malteser (Link: https://www.malteser-wilhelmshaven.de/ und in Friesland Nord in Zusammenarbeit mit dem KiT- Team des DRK (Link: https://drk-jever.de/).

Im Wechsel übernimmt je ein Seelsorger/ Selsorgerin, bzw. zwei KiT-Mitglieder den Bereitschaftsdienst. Ausgestattet mit digitalen Meldeempfängern ist die Notfallseelsorge für die Leitstelle verlässlich rund um die Uhr erreichbar.
Für die Notfallseelsorge gelten Grundsätze:

  • 24 Stunden-Einsatzbereitschaft
  • über die Leitstellen zuverlässig erreichbar
  • geschieht überkonfessionell und interreligiös
  • wird immer vom Notarzt/Notärztin Einsatzleiter/ Einsatzleiterin alarmiert
  • setzt das Einverständnis der Betroffenen voraus
  • geschieht Gemeindebezogen (Nachfrage bei den Ortspfarrer/ Ortspfarrerinnen)
  • ist regional organisiert (Orientierung an kommunalen Grenzen)
  • ist auf Professionalität angelegt (Fortbildung, Supervision)

geschieht in kollegialer und z.T.- ökumenischer Zusammenarbeit